Alles beginnt mit einer
Nebelschwaden wie atmende Schleier flossen durch die Bäume, als hätte der Wald selbst das Atmen nie verlernt. Die Stille war nicht leer, sondern […] Mehr lesen
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Nebelschwaden wie atmende Schleier flossen durch die Bäume, als hätte der Wald selbst das Atmen nie verlernt. Die Stille war nicht leer, sondern […] Mehr lesen
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Bertard war zwar immer noch Merians Meister, aber Merian konnte ihm trotzdem einiges über die heimischen Kräuter und Tiere beibringen.
Und so kam Bertard, eine Woche bevor sie Tosabi erreichen würden schmerzerfüllt stöhnend in ihr Lager zurück.
Er war Brennholz suchen gegangen und war dabei über eine Wurzel gestolpert und hatte sich dann beim Hinfall das Knie an einem Stein stark aufgerissen.
Beide wussten, dass sie die Wunde sofort behandeln mussten, denn sie war voll von Erde und Dreck und wenn sie länger warten würden, dann wäre es möglich, dass Bertard erkranken würde.
Also suchte Merian etwas mit dem er die Wunde desinfizieren konnte. Unterdessen wusch Bertard sie am Bach mit Wasser aus was aber nach Merians Meinung und Erfahrung zu wenig war.
Nach kurzer Zeit fand Merian eine Wurzel von der er wusste, dass sie heilende und desinfizierende Wirkungen hatte.
Doch er brauchte mehr denn er musste sie zerreiben und mit Wasser zu einer Salbe verarbeiten.
Sofort rief er nach Bertard der sogleich angehumpelt kam und ihm bei der Suche nach mehr Wurzeln behilflich zu sein.
Nach einer guten halben Stunde hatten sie genug zusammen um sie weiterzuverarbeiten.
Gerade wollte Merian die Wurzeln zerreiben, als er ein paar der Gewächse als giftige Menoa-Wurzeln identifizierte.
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Nebelschwaden wie atmende Schleier flossen durch die Bäume, als hätte der Wald selbst das Atmen nie verlernt. Die Stille war nicht leer, sondern wachsam, als ob etwas uraltes Bewusstsein zwischen den Ästen lauerte. Weit entfernt vom Lärm der Welt öffnete sich ein Ort, der nicht auf Karten existiert, verborgen hinter Moos, Erinnerung und Zeit. Ein Ort, der nur dann sichtbar wird, wenn man ihn nicht sucht - und doch alles von einem verlangt. Irgendetwas rief. Kein Ton, kein Licht, sondern ein Ziehen, sanft wie Atem an der Kehle. Es war keine Stimme, die da sprach, sondern eine Empfindung, die sich wie warmer Nebel ins Herz legte. Wer dort ging, tat es nicht mit Füßen, sondern mit Schuld, Sehnsucht und Fragen, die sich weigerten zu sterben. Mitten im Wald: eine Tür. Nicht in ein Haus, sondern freistehend, aus Holz, das flüsterte. Wer sie berührte, spürte Kälte und Wärme zugleich. War sie jemals gebaut worden? Oder war sie immer schon da, wartend, wählend? Und warum schien sie dich zu erkennen, bevor du sie überhaupt gesehen hattest? Dahinter: ein Schloss, das sich nicht in Räumen, sondern in Erinnerungen verlor. Jeder Gang war ein Gedanke, jede Halle ein Zweifel, jedes Fenster ein Spiegel in etwas, das man längst verdrängt hatte. Wesen, die nicht sagen konnten, ob sie träumen oder bewachen. Prüfungen, die nur bestanden werden konnten, wenn man bereit war, sich selbst zu verlieren. Und eine Quelle, die heilte - aber nur jene, die zuvor alles gegeben hatten, was sie festhielten. Wie kann man etwas finden, das man nie gesucht hat? Und was geschieht, wenn man erkennt, dass der wahre Schatz nicht glänzt, sondern fragt? Dort, wo Schatten sich in Gedanken verwandeln, wo Wasser Vergebung flüstert und Bäume Geschichten erzählen, beginnt ein Weg, der kein Ziel kennt, sondern einen Zweck. Ein Pfad, der von Liebe spricht, ohne das Wort je auszusprechen. Und eine letzte Prüfung, die nicht mit Mut bestanden wird, sondern mit dem, was danach bleibt, wenn man gegangen ist. Am Ende dieser Welt steht wieder eine Tür. Aber diesmal fragt niemand ob man hindurch darf. Nur: Wer steht auf der anderen Seite? Und will man überhaupt wissen, was dort wartet? […] Mehr lesen >>>
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