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Die zwei Geselle

Es zogen zwei rüst'ge Gesellen Zum erstenmal von Haus, So jubelnd recht in die hellen, Klingenden, singenden Wellen Des vollen Frühlings hinaus. […] Mehr lesen

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Internet-Magazin Kreuz Weg Blume Nacht ...

Von der Botanik des Vergessens und dem Pfad der im Garten der toten Blumen endet.

Die Blume der Nacht am Ende des Weges.

Die erste gepresste Blume kam in einem schmalen, weißen Umschlag ohne Absender. Eine zarte, lilafarbene Akelei, deren Stängel unter dem durchsichtigen Klebeband wie ein gefangener Nerv zuckte. Ein Jahr war vergangen, seit Clara verschwunden war. Ein Jahr, in dem sich jede Faser in mir vorstellte, was ihr zugestoßen sein könnte. Der Poststempel war undeutlich, aber ich meinte, "R…dorf" entziffern zu können. Ich googelte es. Rieddorf. Ein Kaff, zweieinhalb Stunden entfernt. Ich warf den Umschlag weg. Die zweite Blume traf genau ein Jahr später ein. Eine Waldanemone, diesmal mit einem winzigen, getrockneten Marienkäfer auf einem Blütenblatt. Derselbe undeutliche Poststempel. Rieddorf. Meine Hand zitterte, als ich sie aus dem Briefkasten zog. Das war kein Zufall mehr. Das war eine Botschaft. Clara? Konnte das sein? Eine letzte, verrückte Hoffnung begann in mir zu glimmen, gefährlich und schmerzhaft. Ich buchte ein Zimmer in Rieddorfs einziger Pension. Das Dorf lag in einem Tal, das die Sonne früh verließ. Die Luft roch nach nassem Holz und Rauch. Die Pension "Zum Kreuzweg" war ein Fachwerkhaus, das sich unter einer Last von Weinranken zu verbeugen schien. Die Zimmerdecke in meinem Zimmer folgte der Schräge des Daches, und das Fenster ging auf einen kleinen Garten hinaus, der in den dunklen Tannenwald überging. Die Besitzerin, eine Frau mit einem Gesicht wie verwitterte Rinde, musterte mich beim Einchecken ohne besonderes Interesse. "Zimmer vier. Frühstück ab halb acht." Ich verbrachte den Tag damit, durch den Ort zu laufen. Ich zeigte Claras Foto in dem kleinen Lebensmittelladen, in der Kneipe, am Kiosk. Überall dasselbe Kopfschütteln. Niemand erinnerte sich an sie. Niemand wollte sich erinnern. Die Blicke der Leute glitten an mir ab, wurden undurchdringlich. Eine Mauer des Schweigens. Die Einsamkeit, die Clara in ihren letzten Nachrichten beschrieben hatte, bekam hier eine greifbare, fast dickflüssige Konsistenz. Sie hatte von ihrer Arbeit an einer ethnobotanischen Studie geschrieben, von der Kräutersammlerin, die ihr Wissen teilte. Von der Stille, die zu laut wurde. In der Nacht konnte ich nicht schlafen. Die Zweige kratzten an der Scheibe. Irgendwo heulte ein Wolf. Ich stand auf und trat ans Fenster. Der Mond warf ein fahles Licht auf den Garten. Und dort, am Übergang zum Wald, sah ich es, ein altes, moosbewachsenes Steinkreuz. Der Kreuzweg. Der Name der Pension war wörtlich zu nehmen. Mein Herzschlag beschleunigte sich. War das der Ort? War hier etwas passiert? Am nächsten Morgen fragte ich die Wirtin nach dem Kreuz. Ihr Gesicht verschloss sich sofort. "Altes Wegzeichen. Nichts Besonderes." Ihre Augen wichen meinem Blick aus. "Der Wald da hinten, das ist Privatgrund. Der gehört der Familie Weidner. Da geht niemand hin." Der Name traf mich wie ein Schlag. Clara hatte ihn in einer E-Mail erwähnt. "Die alte Frau Weidner sammelt seit siebzig Jahren Kräuter. Ihr Wissen ist unglaublich." Ich wartete, bis die Dämmerung hereinbrach. Die Nacht fraß die Konturen der Landschaft. Eine Taschenlampe hatte ich nicht dabei; ihr Licht wäre ein Verrat gewesen. Ich tastete mich den schmalen Pfad entlang, der hinter dem Kreuz in den Wald führte. Die Äste schlugen mir ins Gesicht. Jedes Knacken unter meinen Füßen hallte in meinen Schädelnach. Der Pfad führte bergab, zu einer kleinen Lichtung, die von einem fast schwarzen See gesäumt war. Und dort stand es: ein verwittertes Holzbrett, an einen Baum genagelt. "Weidners Kräutergarten" stand darauf in verblassten Buchstaben. Es war kein Garten im herkömmlichen Sinne. Es war ein Labyrinth aus Beeten, die mit wirren Mustern zwischen den Bäumen angelegt waren. Hier wuchsen Pflanzen, die ich noch nie gesehen hatte. Blätter, die sich im Mondlicht seidig blau färbten. Blüten, die geschlossen aussahen wie kleine Fäuste. Die Luft war schwer von einem betäubenden, süßlichen Duft, der mir fast den Atem raubte. Und mitten drin, vor einer niedrigen Hütte, kniete eine Gestalt und grub in der Erde. Sie musterte mich, ohne Überraschung. Ihre Augen waren so blass, dass sie fast weiß wirkten im Dunkeln. Die alte Frau Weidner. In ihrer Hand hielt sie eine kleine Schaufel. "Sie kommen wegen des Mädchens", sagte sie. Es war keine Frage. "Clara", brachte ich hervor. "Was ist mit ihr passiert?" Sie deutete auf eine Ecke des Gartens, wo eine einzelne, schwarze Blüte auf einem hohen Stängel wuchs. Sie schien das Mondlicht zu schlucken. "Sie wollte die Blume der Nacht. Die, die alles vergessen lässt. Den Schmerz. Die Schuld. Sie war so durchdrungen von ihrem Kummer." Die alte Frau richtete sich mühsam auf. "Aber sie hat ihre Kraft unterschätzt. Man pflückt sie nicht. Man geht zu ihr. Und bleibt bei ihr." Ich starrte sie an, verstand nicht. "Wo ist sie?" Die Alte lächelte traurig. "Sie ist dort." Sie zeigte wieder auf die schwarze Blume. "Ihr Kummer war so groß, dass er sie ganz ausgefüllt hat. Die Blume hat ihn aufgesogen. Und was übrig blieb… das ist nun Teil von ihr. Teil des Gartens." Ihr Blick wurde eindringlich. "Sie schickt Ihnen die Blumen, nicht ich. Ein Teil von ihr erinnert sich. Und warnt Sie. Gehen Sie. Bevor auch Sie die Stille hören." Ich trat einen Schritt zurück, mein Verstand weigerte sich, das zu begreifen. Ein Rascheln war zu hören. Im Wind wiegten sich die Pflanzen, und für einen Moment meinte ich, in ihrem Rhythmus nicht das Blätterrauschen, sondern ein leises, tausendfaches Flüstern zu hören. Eine Stimme, die Claras Stimme ähnelte. Es war eine Einladung und eine Drohung. Ich floh. Ich rannte den Pfad hinauf, stolperte über Wurzeln, spürte die Äste wie Krallen an meinen Armen. Ich packte meine Sachen und verließ die Pension noch in derselben Nacht. Ich fuhr, bis die Sonne aufging. Seitdem träume ich von dem Garten. Manchmal, spät in der Nacht, gehe ich in meiner Wohnung ans Fenster. Und manchmal, ganz manchmal, finde ich eine frische, fremdartige Blume auf der Fensterbank. Ich berühre sie nie. Ich schaue nur zu, wie sie langsam welkt. Eine stumme Warnung von der Schwester, die ich verloren habe, und eine Erinnerung an den Weg, den ich nicht zu Ende gegangen bin. Die Blume der Nacht wartet. Und ich weiß, dass ich eines Tages nicht mehr widerstehen kann.


Mit herzlichem Dank vom Rand des Abgrunds, wo Blumen blühen, die niemand pflücken sollte.
Ihr Seelenvermesser auf Abwegen und Gärtner der dunklen Gedanken.

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*Der geneigte Leser möge es entschuldigen, wenn nicht alle Pfade und Hecken in diesem Garten so akkurat beschrieben wurden, wie es das Ordnungsamt verlangt. Denn in den tiefsten Schluchten der Erinnerung, wo die blühenden Wunder der verlorenen Seele wachsen, gelten weder die Gesetze der Botanik noch die rigiden Regeln der deutschen Grammatik. Manchmal sind die schönsten Geschichten eben die, die mit der Feder des Vergessens geschrieben werden, um eine neue Wahrheit aufzudecken.

Quellenangaben:
Inspiriert von den letzten schaurig schönen Momenten.
Pflanzenforschung.de: Mythologie und Zauberpflanzen – Zwischen Heilkunde und Magie
Kräuterbuch.de: Magische Pflanzen und Kräuter – Die Kraft der Natur
Ethnobotanik – Die Beziehung zwischen Mensch und Pflanze im Gartenjournal
Das Wissen über Heilkräuter und Hexenringe in der deutschen Volkskunde
Forschung zur Pflanzenphysiologie an der Universität Jena
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

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Die zwei Gesellen

Es zogen zwei rüst'ge Gesellen Zum erstenmal von Haus, So jubelnd recht in die hellen, Klingenden, singenden Wellen Des vollen Frühlings hinaus. Die strebten nach hohen Dingen, Die wollten, trotz Lust und Schmerz, Was Rechts in der Welt vollbringen, Und wem sie vorübergingen, Dem lachten Sinnen und Herz. Die alte Mamsell schlug den Flügel auf und Felicitas zog sich in den Vorbau zurück Die Sonne war im Untergehen. Manchmal fiel ein schwerfälliger Maikäfer klatschend auf die Galerie, oder ein Schwalbenpaar schwirrte, von Elternsorgen getrieben, vorüber sonst war es still, feierlich still. Um so ergreifender schwebten die Klänge des Beethovenschen Trauermarsches heraus in den Vorbau, aber schon nach wenigen Accorden hob Felicitas erschreckt den tiefgesenkten Kopf und blickte angstvoll in das Zimmer zurück das war kein Clavierspiel mehr; ein Tongeflüster, hinsterbend und geisterhaft, schlug es doch mit der ganzen Kraft einer unabweisbaren, urplötzlich begriffenen Mahnung an das Herz des jungen Mädchens: die Hände, die über die Tasten hinglitten, waren müde, sterbensmüde, und das, was unter ihnen hervorklang, waren die Flügelschläge einer Seele, die sich losreißen wollte für immer. Ein bisschen Sonne im kalten Wasser mit Vitamin D von Sonne pur oder Sonnen­Creme? Gegen Abend rettete ich mich endlich aus dieser alten, ehrwürdigen, gelehrten Stadt, aus der Volksmenge, die in den gewölbten Lauben, welche man fast durch alle Straßen verbreitet sieht, geschützt vor Sonne und Witterung, hin und her wandeln, gaffen, kaufen und ihre Geschäfte treiben kann. Sonst habe er durch das Sehrohr die Berge von Vicenza mit ihren Häusern und Kapellen gar wohl entdecken können, jetzt bei den hellsten Tagen nur selten. Gegen Süden die Vorhügel der Apenninen, bis an ihre Gipfel bepflanzt, bewachsen, mit Kirchen, Palästen, Gartenhäusern besetzt, wie die vicentinischen Hügel. Es war ein ganz reiner Himmel, kein Wölkchen, nur am Horizont eine Art Höherauch. Und dieser Nebel legt sich denn vorzüglich an die nördliche Kette und macht unser liebes Vaterland zum wahren Cimmerien. […] Mehr lesen >>>


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