Zwischen Knochen, Code
Im Herzen Leipzigs steht ein altes Haus, verwinkelt, geschichtsträchtig, in dessen Wänden sich Geschichten festgesetzt haben wie der Staub auf […] Mehr lesen
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Im Herzen Leipzigs steht ein altes Haus, verwinkelt, geschichtsträchtig, in dessen Wänden sich Geschichten festgesetzt haben wie der Staub auf […] Mehr lesen
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Als Riven wieder zu sich kam, spürte er sofort, dass er an einen Baum gefesselt war und seine Lage ausweglos erschien. Nur die Sonne, die hoch am Himmel über der Lichtung im Vogtland Wald stand, schien ihm ein wenig Trost zu spenden.
Doch plötzlich erschien ein Mann in schwarzer Kleidung, der ein langes Breitschwert am Gürtel trug. Riven konnte sein Gesicht nicht sehen, aber er spürte, dass von ihm eine Aura der Macht ausging.
Der Mann musterte Riven eine Weile und fragte dann unvermittelt: „Kannst du kämpfen?“
Riven zögerte einen Moment, bevor er entschied, dass er nichts zu verlieren hatte. „Ja, ich kann kämpfen“, antwortete er mit fester Stimme.
Der Mann lächelte. „Gut, gut. Entschuldige, dass ich mich nicht vorgestellt habe. Mein Name ist Theron. Deinen Namen kenne ich bereits, Riven, also brauchst du ihn mir nicht zu nennen.“
Riven war verblüfft. Wie konnte dieser Mann seinen Namen kennen? Was hatte er vor? Und vor allem, warum hielt er ihn gefangen?
Doch bevor er seine Fragen stellen konnte, sprach Theron weiter: „Ich bin ein Kopfgeldjäger und verfolge diese Sklavenhändler schon seit einiger Zeit. Und ich kenne dich, Riven, weil ich dich ebenfalls schon seit geraumer Zeit beobachte. Ich habe beschlossen, dass ich einen Lehrling brauche, und du wirst dieser Lehrling sein.“
Riven war verwirrt und verängstigt zugleich. Doch er wusste, dass er keine Wahl hatte. Er würde Theron folgen müssen, um zu überleben und um Antworten auf seine Fragen zu finden.
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Im Herzen Leipzigs steht ein altes Haus, verwinkelt, geschichtsträchtig, in dessen Wänden sich Geschichten festgesetzt haben wie der Staub auf seinen Balken. Es beginnt mit einem Pinselstrich, einem gealterten Mauerstück, das nach Jahrhunderten plötzlich seinen Widerstand aufgibt und eine Wand voller Nischen freigibt. In ihnen: rostige Messer, ziselierte Griffe, Werkzeuge ohne Namen. Doch damit endet es nicht. Im Keller, verborgen zwischen Mauerwerk und Dunkelheit, finden sich Töpfe mit Knochen und ein Schweigen, das knistert. Dann erscheint etwas. Kein Schatten, keine Gestalt, eher ein Unbehagen mit Humor. Er kitzelt, räumt auf, zieht an Decken, doch löscht nie das Licht. Ein Kobold, sagen manche. Ein Rest alter Magie, sagen andere. Was aber will er? Die Legenden reichen zurück bis ins Barfüßerkloster, das einst über Glauben und Bildung wachte. Ein Pakt wurde geschlossen, eine Verbindung zwischen einem Mönch und einem Wesen, das niemand benennen konnte. Und plötzlich passt alles: Das Kichern nachts, das unsichtbare Orgelspiel, die Seiten eines Buches, die sich selbst bewegen, als wollten sie gelesen werden. Doch etwas verändert sich. Die Geschichte wandert weiter, gleitet hinüber in eine neue Zeit. Menschen beginnen, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Sie graben, suchen, fragen, finden Hinweise zwischen Manuskripten und Steinen. Und dann, plötzlich, wird aus einem Mythos eine Webseite. Mit Webspace, Provider und Hosting wird die Grenze zwischen damals und heute aufgelöst. Die Geschichten des Kobolds, einst heimlich erzählt am Herdfeuer, werden nun auf Bildschirmen gelesen, rund um die Welt. Doch mit jedem Klick, mit jedem Besuch wächst auch das Rätsel: Warum beginnt das alte Manuskript plötzlich in modernen Buchstaben zu sprechen? Wer lenkt die Seiten, die sich in der Nacht bewegen? Und wieso spüren die Besucher der Seite manchmal das Gefühl, nicht allein zu sein, obwohl sie allein vorm Bildschirm sitzen? Als sich eine letzte Seite löst und jemand leise die Orgelstufen hinuntergeht, bleibt nur eine Frage offen: Ist der Kobold jemals wirklich fort gewesen? Oder hat er nur gewartet, bis endlich jemand zuhört? […] Mehr lesen >>>
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