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Wo Schatten flüstern

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Internet-Magazin Er Schwimmt In Blut ...

Das Lied des Blutes

Er schwimmt in Blut

Eingang in die Dunkelheit

Ich schreite durch die düsteren Wälder des alten Landes, umgeben von einer unheilvollen Stille, die tiefer ist als die Nacht selbst. Mein Herz pocht wild, als ich unter meinen Füßen das Knirschen von brechenden Ästen höre. Die Dunkelheit ist mein einziger Begleiter, bis ich jählings, wie aus dem Nichts, ein leises Plätschern vernehme. Es ist das Geräusch von Wasser, das sanft gegen das Ufer eines nahegelegenen Flusses plätschert.

Die Entdeckung im Blutrot

Wie ich näher trete, stockt mein Atem. Ein kalter Schauer läuft mir über den Rücken. In der blutroten Dämmerung erblicke ich einen Ritter, in Kettenhemd gehüllt, der in einem Fluss aus Blut schwimmt. Seine toten Augen starren ins Leere, derweil seine Hand verzweifelt nach etwas greift, das längst verloren ist. Die Luft wird schwer von einem unheimlichen Gesang, der die Dunkelheit durchdringt. Es ist das Lied des Blutes, das die Seelen der Verdammten in seinen Bann zieht. ---- -

Das Erwachen der Dunkelheit

Gefangen von der morbiden Schönheit des Anblicks, kann ich mich nicht von diesem Ort losreißen. Mit jedem Atemzug fühle ich, wie die Finsternis meinen Geist umschließt. Mein Schicksal ist untrennbar mit dem des Ritters verbunden. Die Klänge des Liedes verhallen, und ich liege reglos am Ufer des Flusses, mein Körper durchdrungen von der Düsterkeit, die mich umgibt.

Die verzweifelte Flucht

In einem verzweifelten Versuch, zu entkommen, kämpfe ich gegen die blutige Strömung. Doch meine Bemühungen sind vergeblich. Ich fühle, wie das Blut mich umhüllt, erstickt, verschlingt. Solange mein Bewusstsein schwindet, erkenne ich, dass die Legende von der toten Welt nicht nur eine Geschichte, sondern eine Warnung vor den unermesslichen Abgründen dieser Zeit ist.

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Wo Schatten flüstern und das Licht flieht schienen die Frauen sehr hübsch

Ein Palast erstickt in seiner eigenen Pracht. In den marmornen Hallen, wo einst Herrlichkeit regierte, hängt nun der süßliche Geruch von Verfall und vergossenem Wein. Kerzen flackern ein letztes Leben gegen die Dunkelheit und werfen tanzende Dämonen an die Wände. Hier, im Herzen der Macht, liegt der einst strahlende Sultan als gebrochener Mann auf seidenen Kissen, umgeben von Gefolgsleuten, deren Gebete nur noch hohle Echos ihrer eigenen Angst sind. Draußen tobt das Leben, drinnen erstarrt die Zeit im Warten auf das Ende. Doch das Ende kommt nicht. Stattdessen reißt ein Fremder die schwere Tür auf. Sein Blick, scharf wie Klingenlicht, durchschneidet den Dunst der Dekadenz. In seiner Hand glimmt ein Flakon mit einer Substanz, die nicht von dieser Welt zu sein scheint. Was folgt, ist ein Wunder, das Stille gebiert - und dann ein leises Lebenszeichen, das die Lakaien in atemlosen Jubel fallen lässt. Der Fremde wird zum Retter gekürt. Doch während sich die Höflinge um den Herrscher drängen, sieht er sie: eine Gruppe Frauen, abseits stehend, in zerrissener Seide. In ihren Augen steht kein Jubel, sondern das blanke Urteil des Todes. Und in diesem Moment entscheidet er sich, nicht nur ein Leben zu retten, sondern mehrere zu stehlen. In der kühlen Nacht führt er sie fort, durch ein Labyrinth aus schlafenden Gassen, weg von den Klauen der Vergeltung. Er schenkt ihnen einfache Kleider und eine neue Bestimmung. Doch wer ist dieser Mann, der mit der Autorität eines Königs handelt, aber im Schatten wandelt? Welches Wissen trägt er in sich, das ihm den Weg zu ihrem verborgenen Dorf weist, einem Ort, den die Karten nicht verzeichnen? Hier, unter den alten Bäumen, fallen Namen wie "Wächter" und "Prophezeiung". Er offenbart ihnen, dass ihr Leid kein Zufall war - und dass in ihnen Kräfte schlummern, die das Schicksal des ganzen Landes umschreiben können. Sie lernen, diese verborgene Magie zu wecken. Doch während sie ihre neuen Fähigkeiten entdecken, wächst im fernen Palast ein finsterer Plan. Der Sultan hat sich erhoben, sein Geist verdorben von einer fremden Magie. Er weiß von ihnen. Er begehrt ihre Macht. Und er sendet Jäger aus, die sich bereits wie giftiger Rauch durch den Wald schleichen. Die Zeit des Lernens ist vorbei. Ein mächtiges Artefakt, der einzige Schlüssel zum Sieg, ruht auf dem Gipfel eines verbotenen Berges, bewacht von urzeitlichen Schrecken. Die gefährliche Reise endet mit einem Triumph, dem Fund des strahlenden Kristalls. Doch als sie siegreich heimkehren, finden sie ihr Dorf nicht vor. Nur eine Stille, so absolut und unnatürlich, dass sie das Blut in den Adern gefrieren lässt. Die Dunkelheit hat den ersten Zug getan. […] Mehr lesen >>>


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