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Kalte Winde am Fe

Mein' Seele ist so beklommen, Die Gassen sind leer und tot, Da hab ich die Laute genommen Und singe in meiner Not. Ach, wär ich im stillen Hafen! […] Mehr lesen

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Anstellung mit Angst und Ohnmacht

Aber nun hatte er ja endlich diese neue Anstellung gefunden, über die er anfangs froh gewesen war, die er aber mehr und mehr als Last empfand und als eine für ihn zunehmend mit Angst und Ohnmacht, ja mit schierer Hilflosigkeit besetzte Situation, mit der er nicht mehr zurecht kam. Aber es half alles nichts, denn ein Mensch mußte ja nun einmal arbeiten, damit er ein Einkommen erzielte, denn ein Mensch ohne Einkommen, das war kein Mensch mehr, in einer Welt, die den Wert des Menschenlebens nach dem jeweils disponiblen Jahreseinkommen bemaß.
Wie Marionetten an ihren Fäden, wie die Zellen eines lebendigen Organismus an ihren sie versorgenden Blutgefäßen, so hingen die Menschen hilflos und ohnmächtig an ihren Einkommen. Und derjenige, dessen Einkommensfaden abriss oder plötzlich, aus einer Laune heraus, durchtrennt wurde, der mußte notgedrungen zu Boden fallen und jämmerlich zugrunde gehen.
Um seine neue Firma stand es schlecht, das wußte er. Es fehlte Umsatz, nachdem der wichtigste Kunde plötzlich und unerwartet den Vertrag gekündigt hatte. Und während seine neuen Kolleginnen und Kollegen nun freiwillig auf ein Großteil ihres Gehaltes verzichteten, damit die Firma auf diese Weise noch eine Weile überleben konnte, während bereits Kurzarbeit angeordnet war, war er, für teures Geld, wie die Kollegen fanden, eingestellt worden, um eben jenen fehlenden Umsatz einzufahren, ganz allein. Eine Aufgabe, die nicht lösbar war und durch ihn allein nicht bewältigt werden konnte, wie er bald heraus finden mußte.
Mit dieser drückenden Last auf den Schultern, die ihn förmlich zu Boden zwang, schleppte er sich inmitten der schwatzenden Menge über den Marktplatz, der von mächtigen historischen Gebäuden begrenzt wurde, wie die Bühne eines Theaters von den Kulissen aus mühsam bemalter Pappmaschee, auf der gerade ein erschütterndes Drama für ein kaltherziges und voyeuristisches Publikum gegeben wurde.

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Kalte Winde am Fenster

Mein' Seele ist so beklommen, Die Gassen sind leer und tot, Da hab ich die Laute genommen Und singe in meiner Not. Ach, wär ich im stillen Hafen! Kalte Winde am Fenster gehn, Schlaf ruhig, mein Liebchen, schlafe, Treu' Liebe wird ewig bestehn! Quelle: Joseph Freiherr von Eichendorff. Wanderlieder - Der verliebte Reisende Gedichte 1841 www.zeno.org So gelingt die wahre Liebe: Ein Herz und zwei Seelen. Dies wird durch die verklärende Auffassung, in den Myrthen sei das Motiv gegenseitiger Liebesbeteuerung und die Schilderung der Seelenlage der Geliebten vorherrschend, nahe gelegt. Ob diese Harmoniewendung als Trugschluss gelten kann, soll später noch erörtert werden.Der Autor stellt die Bedeutung der schwebenden, in die Terz mündenden und den nachfolgenden Quintton bereits antizipierenden Zeilenschlüsse in der ersten Textstrophe heraus. Weiterführende Gedanken zum musikalischsemantischen Gehalt der Komposition und zur Tonartensymbolik finden sich in den folgenden beiden Abschnitten. Dieser Aspekt wird verschiedentlich in der Literatur betont. Die Entfernung der Tonarten steht für die Situation der Liebenden, die flüchtig gestreifte entfernte Terzverwandtschaft symbolisiere Unerreichbarkeit; der Tonsatz werde beim Gedanken an die Blume wieder zurückgeholt. Ob die Aussage das gesamte Lied thematisiere metaphorisch die unerfüllbare Liebe zwischen dem Mond und der Blume, angemessen ist, darf angesichts der ansonsten eher spekulativen Ausführungen bezweifelt werden. Die Rede ist von einer eigentümlichen Stimmung. In ähnlicher Weise äußert sich der offensichtlich inspiriert von ungehörten Klangeffekten und harmonischen Reibungen, welche durch die Schwüle hervorgerufen wurden. Worin diese Effekte und Reibungen konkret bestehen, wird nicht spezifiziert und bleibt aus analytischer Perspektive als eine bloße Setzung und atmosphärische Platitüde bestehen. Es existiert eine weitere, mit dem Klavierlied nicht verwandte Vertonung des Gedichts, die ebenfalls entstanden und als der erschienene ist. Er vermutet, dass das Chorlied vor allem aus der Motivation entstanden sei, die Kompositionen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Ja, er selbst half löschen u. gab vom Himmel einen gnädigen Regen. […] Mehr lesen >>>


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