Phönix glühend heiße
Was mir das Reinste schien und Beste, begraben liegt's im Flammenschoß. Am glühend heißen Aschenreste harre ich schauernd atemlos des lichten […] Mehr lesen
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Was mir das Reinste schien und Beste, begraben liegt's im Flammenschoß. Am glühend heißen Aschenreste harre ich schauernd atemlos des lichten […] Mehr lesen
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Es war eine kalte Winternacht und der Schnee fiel sanft auf die Straßen von Dresden. In einem kleinen Apartment saß eine junge Frau am Fenster und betrachtete die Sterne. Unvermittelt sah sie etwas Seltsames, einen Nussknacker, der sich auf ihrer Fensterbank niederließ und zu ihr hochblickte.
Kaum hatte die junge Frau, namens Marie, den Nussknacker erblickt, geschah etwas Frappierendes. Der Nussknacker bewegte sich wie ein lebendiges Wesen. Seine Augen glänzten im Mondschein, und er verbeugte sich elegant. Wollte er sie zu einem okkulten Abenteuer einladen? Marie, getrieben von Neugier und dem Wunsch nach einem Hauch von Magie in ihrem alltäglichen Leben, öffnete das Fenster und nahm den Nussknacker vorsichtig in ihre Hände. In diesem Moment glimmte der Raum um sie herum und veränderte sich. Die Wände des Apartments, die Straßen von Dresden, ja sogar der Schnee, der weiterhin leise fiel, schienen sich in etwas Geheimnisvolles und Unbekanntes zu verwandeln. Der lebendige Nussknacker, in Maries Händen, sprach mit einer Stimme, die klar und melodisch war, "Marie, ich bin der Wächter einer Welt, die jenseits der Sterne liegt, einer Welt, in der Magie nicht nur ein Traum ist. Du wurdest auserwählt, mir zu helfen, das Gleichgewicht unserer Welten zu bewahren. Bist du bereit, mir zu folgen und Teil einer Geschichte zu werden, die älter ist als die Zeiten selbst?" Ohne zu zögern, nickte Marie. Der Nussknacker lächelte, und mit einem Sprung, der die Grenzen der Realität zu durchbrechen schien, führte er Marie durch das Fenster, nicht in die kalte Winternacht, sondern in ein Abenteuer, das sie nie für möglich gehalten hätte.
Marie und der Nussknacker, der sich als Wächter namens Nikolaus vorstellte, tauchten in einen Strudel schimmernder Lichter ein. Sie durchquerten die Schwelle zwischen den Welten, und mit einem Mal fanden sie sich in einem Reich wieder, wo der Himmel in einem ewigen Zwielicht glänzte und die Luft mit magischer Energie getränkt war. Überall um sie herum erstreckten sich zauberhafte Landschaft, schwebende Inseln und kristallklaren Seen, deren Wasser in den exotischsten Farben leuchteten. "Willkommen in der Welt der Nussknacker," sagte Nikolaus, derweil sie auf einem Pfad wandelten, der mit leuchtenden Steinen gepflastert war. "Hier, wo die Zeit anders fließt und Magie ein Teil des Alltags ist, beginnt deine Aufgabe. Du musst lernen, diese Kräfte zu beherrschen. Als Auserwählte wirst du uns im Kampf gegen die Dunkelheit, die unser Land bedroht unterstützen." Marie konnte ihre Augen kaum von den Wundern abwenden, die sich ihr boten. Sie war in ein Märchenbuch gefallen, doch die Realität dieser Märchenwelt und ihre Verantwortung lagen schwer auf ihren Schultern. Bereit, sich den Herausforderungen zu stellen, die vor ihr lagen, nickte sie entschlossen. Nikolaus führte sie zu einem uralten, aus Sternenlicht gemeißelten, Turm um ihre Ausbildung zu beginnen.
Der Sternenlichtturm thronte majestätisch über der, von geheimer Magie durchdrungenen Landschaft. Im Inneren öffnete sich vor Marie eine Welt voller alter Bücher, geheimnisvoller Artefakte und leuchtender Kristalle, die in der Luft zu schwebten. Nikolaus erklärte, dass dieser Ort ein Refugium und Schule für jene war, die auserwählt wurden, die Kräfte der Herzensgüte zu stärken. "Deine Ausbildung wird nicht einfach," sagte Nikolaus, zwischen den endlosen Reihen von Bücherregalen. "Du wirst lernen, die Elemente zu beherrschen, mit den Sternen zu sprechen und die dunklen Mächte zu erkennen, die unser Reich bedrohen." In den folgenden Wochen tauchte Marie in ein intensives Studium. Sie lernte, wie man mit dem Wind flüstert, Wasser kontrolliert, und das Feuer ihrem Willen unterwirft. Unter Nikolaus’ wachsamen Augen entdeckte sie innere Stärke und Fähigkeit zur Magie, die sie nie für möglich gehalten hatte. Doch mit jedem Tag, der verging, wuchs auch die Bedrohung durch die Dunkelheit am Rande des Reiches.
Eines Abends, Marie stand auf einem der hohen Türme des Schlosses und beobachtete die Sterne, spürte sie eine Veränderung. Ein kalter Wind wehte, und am Horizont zeichneten sich pechrabenschwarze Wolken ab, die nicht von diesem Welt waren. Nikolaus trat zu ihr, sein Gesicht ernst und besorgt. "Deine Zeit ist gekommen, Marie," sagte er leise. "Die Dunkelheit hat sich genug gesammelt, um anzugreifen. Deine Ausbildung mag noch nicht vollendet sein, aber du bist unsere beste Hoffnung. Du musst die Kraft der Sterne nutzen, die du gelernt hast zu beherrschen, um unser Reich zu verteidigen." Trotz der Angst, die in ihrem Herzen aufkeimte, nickte Marie. Sie wusste, dass dies der Moment war, für den sie gekommen war, nicht nur, um zu lernen, sondern um zu kämpfen. Gemeinsam mit Nikolaus und den anderen Nussknackern, die ihre Verbündeten waren, bereitete sie sich auf den bevorstehenden Kampf vor.
Die Nacht, in der die Dunkelheit angriff, war finsterer als alle Nächte zuvor. Die Sterne schienen zu erlöschen, als die Schattenarmee sich dem Reich näherte. Marie stand an der Spitze der Verteidiger, den Stab in der Hand, den Nikolaus ihr gegeben hatte, und das Herz voll Mut. Als die ersten Schattenwesen den Rand des Lichts berührten, das den Turm umgab, hob Marie den Stab. Sie rief die Kraft der Sterne herbei, eine strahlende Lichtwelle auszusenden, die durch die Dunkelheit schnitt. Der Kampf war hart und erbittert, und mehrmals fürchtete Marie, dass ihre Kräfte nachlassen. Doch mit jeder Welle des Stabes, mit jedem Zauber, den sie bewirkte, und mit der unerschütterlichen Unterstützung der Nussknacker an ihrer Seite, hielt sie die Dunkelheit zurück. Wie die Morgendämmerung anbrach, waren die Schatten verschwunden. Erschöpft, aber triumphierend schaute Marie auf das Feld, das wieder von den ersten Sonnenstrahlen beleuchtet wurde. Das Reich war gerettet, dank ihrer Tapferkeit und der Macht, die sie gelernt hatte zu beherrschen.
Nach der Schlacht kehrte friedliche Ruhe in das Reich der Nussknacker zurück. Marie, die nicht mehr die gewöhnliche junge Frau aus Dresden war, sondern eine Heldin, die die Dunkelheit besiegte, wusste, dass ihr Leben für immer verändert war. Nikolaus stand an ihrer Seite, wie sie die zerstörten Gebiete wiederaufbauten und das Reich heilten. "Du hast bewiesen, dass in jedem von uns eine Kraft liegt, die größer ist als wir selbst," sagte Nikolaus zu ihr. "Du wirst immer ein Teil dieser Welt sein, Marie, und wir werden immer in deiner Schuld stehen."
Mit den Sternen als Zeugen und dem Zauber der Nussknacker,
grüße ich Sie aus den verborgenen Ecken Dresdens,
Ihr Chronist der magischen Abenteuer und Geschichtenerzähler von verborgenen Mächten.
*Der geneigte Leser möge entschuldigen, dass wir nicht erwähnen, welche Orte, Ortsnamen und Sehenswürdigkeiten im Verlaufe der vergangenen mehr als 100 Jahre, durch den ersten und zweiten Weltkrieg, viele Jahre entwickelte Sozialistische Gesellschaft und mehrerer Rechtschreibreformen verloren gingen oder geändert wurden.
Quellenangaben:
Inspiriert von den geheimen Welten hinter den Fenstern von Dresden und der tapferen Sternen-Nussknackerin in den kalten Winternächten.
Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen,
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
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Was mir das Reinste schien und Beste, begraben liegt's im Flammenschoß. Am glühend heißen Aschenreste harre ich schauernd atemlos des lichten Wunders, das sich zeigen: des Phönix, der da lebensvoll aus toten Erdengluten steigen und mich gen Himmel tragen soll. Quelle: Alte Lieder Gedichte von Clara Müller-Jahnke Berlin 1910 www.zeno.org - Zenodot Verlagsgesellschaft mbH Es werde sein Glück sein. Das Männlein geht voran, furchtlos folgt der Postknecht. Da öffnet sich plötzlich der Berg. Ein weiter und hellerleuchteter Gang liegt vor ihnen. Beide treten ein. Von den Wänden und der Decke des Ganges flimmert und glitzert es in wundervollem Glanze. Der Gang endet in einem hohen und weiten Gewölbe. Hier sind Goldstücke und Edelsteine in riesengroßen Braupfannen aufbewahrt. Der staunende Postknecht erhält nun die Weisung, nur zuzugreifen. Das tut dieser auch und füllet mit Goldstücken und Edelsteinen seine Taschen. Dann springt er aber vor freudiger Erregung auf das graubärtige Männlein zu, erfaßt dessen eiskalte Hand und ruft überglücklich aus: Ich danke Euch! Doch, o weh! Da geschieht plötzlich ein donnerähnlicher Krach. Der Mönch verschwindet und stößt Klagerufe aus. Das Gewölbe bebt. Die Erde zittert. Der leichtfertige Postknecht aber wird von unsichtbaren Händen erfaßt und fortgeschleudert, so daß er besinnungslos am Boden liegen bleibt. Als der Unvorsichtige aus seiner Ohnmacht erwachte, lag er draußen am Berge auf einem Feldrande. Jenseits des Grabens standen ruhig die Pferde mit dem Postwagen. Die Straßenbäume warfen eigentümliche, fast gespenstische Schatten. Der Postknecht raffte sich auf, in seinen Gliedern fühlte er furchtbaren Schmerz. Nur mit Müh und Not erkletterte er wieder seinen Kutschbock. Nun fuhr er in das Dorf hinein, wo man ihn längst erwartet hatte. Über das Erlebte schwieg er. Am andern Morgen findet er in seinen Taschen anstatt der Edelsteine und Goldstücke Lehmklumpen und kleine Feldsteine. So hatte der arme Postknecht durch seinen wohlgemeinten Dank das ihm winkende Glück verscherzt. Er ist seit jener Nacht noch oftmals am Kapellenberge, ein lustiges Stücklein blasend, vorübergefahren, aber den Gang zu dem im Berge verborgenen Schatze hat er nicht wieder gesehen. […] Mehr lesen >>>
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