Wenn das Glas der
Es gibt Orte, die auf der Landkarte wie ein bloßer Tintenfleck wirken, doch in ihrer Isolation eine Gravitation entwickeln, der kein Verstand […] Mehr lesen
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Es gibt Orte, die auf der Landkarte wie ein bloßer Tintenfleck wirken, doch in ihrer Isolation eine Gravitation entwickeln, der kein Verstand […] Mehr lesen
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Da hab ich viel blasse Leichen
Beschworen mit Wortesmacht;
Die wollen nun nicht mehr weichen
Zurück in die alte Nacht.
Das zähmende Sprüchlein vom Meister
Vergaß ich vor Schauer und Graus;
Nun ziehn die eignen Geister
Mich selber ins neblichte Haus.
Quelle:
Heinrich Heine
Traumbilder
Junge Leiden - 1817-1821
Buch der Lieder
Hamburg 1827
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Meine Wenigkeit im tiefsten Hain, mithin nebst stickigen Juligluten vermittels Farrenkraut ebenso Moos grüne Schlagschattendünung sluten, blitzt der verbliebene Abendlichtschein mehr lesen >>>
Im Wein erglüht der Sonnenschein, Der längst hinabgegangen, Im Wein nur soll die Blume sein, Nach der wir noch verlangen. Dem Wein, dem Wein ist alles Reich Der Flammenkraft mehr lesen >>>
Im Norden der Küste und etwa anderthalb Meilen von der Stelle, an welcher die Schiffbrüchigen auf den Sand fielen, war es, wo der Ingenieur verschwand. Vermochte er mehr lesen >>>
Ihr Tränen, bleibt mir aus dem Aug', Daß ich nicht dunkel sehe. Mein krankes Herze, brich mir nicht Vor allzugroßem Wehe. Quelle: Heinrich Heine Lieder mehr lesen >>>
Und er machte aus seinen Händen ein Sprachrohr und rief kräftig in der Sprache des Fremden mitten in das Dunkel hinein: Wer Du auch seist, habe mehr lesen >>>
Herz, in deinen sonnenhellen Tagen halt nicht karg zurück! Allwärts fröhliche Gesellen Trifft der Frohe und sein Glück. Sinkt der mehr lesen >>>
Doch, guter Freund, jetzt merke auf, ich hab dir noch zu sagen, warum wir so in vollem Lauf in hohen Lüften jagen? Du sollst mehr lesen >>>
ich weder eine Treppe noch eine Leiter gesehen hatte, um auf das Dach zu gelangen. Wir traten also hinaus in den mehr lesen >>>
Der Kapitän kam von Tunkin und war auf seiner Rückkehr nach England in den vierundvierzigsten Grad mehr lesen >>>
Weißt du was, Huck wir nehmen dann auch gleich ein Hemd! Gefangene haben keine Gänse, die im mehr lesen >>>
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Unendlich und geheimnisvoll durchströmt uns süßer Schauer. Mir däucht, mehr lesen >>>
Herr Ulrich singt ein hübsches Lied, Das Liedchen von der Reue, mehr lesen >>>
An Meeresstrand bist du geboren, umrauscht von seinem mehr lesen >>>
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Es gibt Orte, die auf der Landkarte wie ein bloßer Tintenfleck wirken, doch in ihrer Isolation eine Gravitation entwickeln, der kein Verstand entkommt. Hoch über einem Tal, das der Frost längst vergessen hat, kauert ein Relikt aus Stein und Hochmut. Hier oben schneidet die Luft wie eine geschliffene Klinge durch die Gewissheit, und jeder Atemzug schmeckt nach dem Metall eines heraufziehenden Unheils. Die Dunkelheit ist keine Abwesenheit von Licht, sondern eine klebrige Substanz, die aus den Rissen im Granit quillt und sich um die Knöchel derer legt, die die Schwelle überschreiten. Wer hier ankommt, tritt nicht einfach in ein Haus, sondern in ein Uhrwerk aus uraltem Zorn, das darauf wartet, wieder aufgezogen zu werden. In den prunkvollen Sälen wird das Schweigen mit silbernen Gabeln zerschnitten, während die Schatten an den Wänden ein Eigenleben führen. Eine Erbin verschwindet nicht einfach; sie wird zu einer Leerstelle in einem Familiengefüge, das Loyalität als Schwäche und Gier als Tugend begreift. Was geschieht, wenn die eigene Abstammung zum Henkerstrick wird? Unter dem polierten Parkett der Kapelle und hinter den zerbrechlichen Scheiben des verwilderten Wintergartens lauern Wahrheiten, die niemals tauen dürfen. Jedes gefundene Haarband und jedes zerrissene Dokument ist ein Mosaikstein in einem Bild des Grauens, das Generationen umspannt. Es ist ein rituelles Gefängnis, erbaut aus Paragrafen, Testamenten und dem Blut derer, die zu spät begriffen haben, dass sie nur Spielfiguren auf einem Brett aus gefrorenem Marmor sind. Während der Wald draußen zu einem Labyrinth aus knöchernen Zweigen erstarrt, beginnt im Inneren des Schlosses eine psychologische Jagd, bei der das Ziel weit hinter den sichtbaren Mauern liegt. Es ist ein Tanz auf einer Klinge, die mit jedem Wort schärfer wird. Warum blicken die Ahnen so höhnisch von ihren Leinwänden herab, und welcher Preis wurde gezahlt, damit dieses Fundament niemals wankt? Wer die Krypta betritt, findet keine Ruhe, sondern nur die eisigen Schreie der Vergangenheit, die im Wasser zu Kristallen erstarrt sind. Wenn der letzte Vorhang fällt und der Boden der Kapelle sein Innerstes preisgibt, bleibt nur eine Frage: Kann man eine Seele retten, die bereits Teil der Architektur geworden ist? Die Antwort liegt tief im Frost verborgen, und das Klicken eines geladenen Revolvers ist erst der Anfang einer Enthüllung, die das Licht des nächsten Morgens für immer verändern könnte. […] Mehr lesen >>>
Nun war sie aber wie rasend. Wir alle duckten uns und zogen die Schultern ein und waren still wie die Mäuse, während sie wie ein Wirbelwind durchs Zimmer fuhr und […]
Ein verwitterter Flügel ragt in den Abendhimmel, die Kanten scharf wie die Erinnerungen, im Boden verwurzelt. Der Beton mit dem Duft von Kerosin und Angst, Jahrzehnte […]
Johann Georg unterstützte den Kaiser gegen Frankreich 1673 und 1677 bis 1679 und schloß 1666 mit Schweden ein Defensivbündniß zu Halle, auf den Fall, daß einer von […]