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Dein Fluch im Schatten

Diese Stadt war nicht nur Stein und Stahl. Sie war aus Gefühl. Ein unsichtbares, schweres Gewebe aus tausend alltäglichen Tragödien und stillen […] Mehr lesen

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Internet-Magazin In Gottes Namen ...

In Gottes Namen

»Laß mich, laß mich! Don Ramiro!«
Wimmert's immer im Gewoge.
Don Ramiro stets erwidert:
»Sprachest ja, ich sollte kommen!«

»Nun, so geh, in Gottes Namen!«
Clara rief's mit fester Stimme,
Und dies Wort war kaum gesprochen,
Und verschwunden war Ramiro.

das-lichte-Bildnis-
Das lichte Bildnis
Clara starret, Tod im Antlitz,
Kaltumflirret, nachtumwoben;
Ohnmacht hat das lichte Bildnis
In ihr dunkles Reich gezogen.

Endlich weicht der Nebelschlummer,
Endlich schlägt sie auf die Wimper;
Aber Staunen will aufs neue
Ihre holden Augen schließen.

Denn derweil der Tanz begonnen,
War sie nicht vom Sitz gewichen,
Und sie sitzt noch bei dem Bräut'gam,
Und der Ritter sorgsam bittet:

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In Gottes Namen weicht der Nebel in Radeburg der Tanz begonnen 00173

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Reisen und Erholung - Willkommen in Sachsen!

Lebwohl die Sonne grüßte

Die Linde blühte, die Nachtigall sang, Die Sonne lachte mit freundlicher Lust; Da küßtest du mich, und dein Arm mich umschlang, Da preßtest du mich an die schwellende Brust. Die mehr lesen >>>

Lustige Musikanten

Der Wald, der Wald! daß Gott ihn grün erhalt, Gibt gut Quartier und nimmt doch nichts dafür. Zum grünen Wald wir Herberg halten, Denn Hoffart ist nicht unser Ziel, Im mehr lesen >>>

Ich weiß es nicht, aber ich

Der Heimdall wird auf meine Rede hören. Aber es sind mehrere der Unsrigen getötet worden: sie müssen gerächt werden. Habt ihr nicht vorher Tausende der Nasarah mehr lesen >>>

Sie wollen fluchen, lästern,

Und sich darmite rächen Und können kaum ein Wort ausdrehn Noch vor Verbosung sprechen. Die Zung ist noch dazu verwundt, Sie können sie kaum rühren, mehr lesen >>>

Schweigen und Wispern in den

Natürlich habe sie zu Beginn ihres Aufenthaltes nicht gedacht, dass ich einmal auf Deutsch schreiben würde. Auf ihre Erfahrungen mit der mehr lesen >>>

Hund und Verräter

Was Gescheiteres und was Wahreres hast du noch nie gesagt, das schwör' ich dir! Und einmal sagte er: Hör' nur, wie der Kerl bettelt, mehr lesen >>>

Lied vom Mädchen und Goldnen

Nun so laß uns abwärts wallen. Bebe nicht, Der Weg ist so tief, Ohne Licht. Manch Lied schon so entschlief; Kannst Du in den mehr lesen >>>

Schneeflocken in der

Die Rückreise beinahe vorbei, nachdenkliches reisen was ich anschaue, hörst ausnehmend in unbekannten Bereich, leb mehr lesen >>>

von der Gläsernen Manufaktur

Es ist Abend, es ist dunkel, Lichter erhellen Dresden im Januar, erleben Sie die Schönheit Dresdens bei mehr lesen >>>

Kaseh, ein wichtiger Punkt in

Der geräuschvolle Markt. Erscheinung des Victoria. Die Wanganga. Die Söhne des Mondes. mehr lesen >>>

Rückweg durch Göhren

O bete, gern in der Holzhütte! Du brauchst dich nicht zu scheun; sei nicht von Sorge mehr lesen >>>

Eine junge Lehrerin auf der

Ein falscher Verdacht, als die junge Lehrerin Emma in eine kleine Stadt im mehr lesen >>>

Ruhm und Glanz

Blumauer, schrie ich, und ward blaß, wär in der Höll, mein mehr lesen >>>

Der Flügelschlag des

Hinter den schroffen Kämmen des Zittauer Gebirges, wo mehr lesen >>>

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In einem Dresden, das von der Zeit selbst mehr lesen >>>

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Der Mann trat aus einer windschiefen mehr lesen >>>

Die Lagune schweigt die

Der Himmel liegt schwer mehr lesen >>>

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Dein Fluch im Schatten des Kummers

Diese Stadt war nicht nur Stein und Stahl. Sie war aus Gefühl. Ein unsichtbares, schweres Gewebe aus tausend alltäglichen Tragödien und stillen Verzweiflungen. Lina hatte das nie gespürt, bis sie das Collier ihrer verstorbenen Großmutter anzog. Sieben gläserne Tränen, kalt auf ihrer Haut. Plötzlich schmeckte der Kaffee nach der verlorenen Existenz des Fremden am Nebentisch. Die Backsteinmauer gegenüber stöhnte ein zweihundert Jahre altes Stöhnen in ihre Knochen. Sie war keine Bewohnerin der Stadt mehr. Sie war ihre offene Wunde, eine lebende Antenne für einen Schmerz, der nicht ihr gehörte. Die gläsernen Tränen erwärmten sich, pulsieren im Takt der fremden Qual. War es ein Fluch oder ein schreckliches Erwachen? Die U-Bahn zur Stoßzeit wurde zur Hölle. Ein Tsunami aus gebrochenen Herzen, existentieller Angst und einsamer Wut brach über sie herein. Die Tränen brannten wie Brandmale. Sie floh. Sie versuchte sich zu panzern, mit dicker Kleidung und eigener Wut. Doch der Kummer drang nicht durch Stoff. Er drang durch sie hindurch. In ihrer Verzweiflung entdeckte sie eine seltsame Führung. Eine regengefüllte Pfütze auf dem Asphalt zeigte ihr nicht ihr Spiegelbild, sondern Fragmente eines fremden, uralten Leids. Sie zeigte eine Richtung. Die Tränen summten nun, ein leiser, dringender Kompass. Sie folgte diesem Summen in ein heruntergekommenes Mietshaus, eine Treppe hinauf zu einer Tür, hinter der ein Kind leise weinte. Ohne ein Wort zu sprechen, öffnete sie sich dem Schmerz hinter der Tür. Sie ließ ihn durch sich hindurchströmen, eine bittere, erstickende Flut. Langsam, träge, sickerte diese fremde Last in die gläsernen Tränen. Die Wolken in ihrem Inneren verdunkelten sich. Im Zimmer hinter ihr verstummte das Weinen. Sie hatte nicht geholfen. Sie hatte gesammelt. Dieser Akt führte sie tief unter die Stadt, in ein vergessenes Tunnelsystem, wo blasse Flechten Licht spendeten. Ein alter Mann erwartete sie. Er erklärte nichts. Er zeigte ihr das Mahlwerk. Hier wurde der gesammelte Kummer der Stadt zu einem silbrigen Öl gemahlen, dem Fundament zugeführt. Die Freude wäre zu leicht, sagte er. Sie hielten alles zusammen. Das Collier war kein Fluch. Es war das Amt einer Sammlerin. Eine Wahl stand bevor. Sie konnte die leeren, leichten Tränen nehmen und taub werden für die Welt. Oder sie konnte sie mit dem ausgeglichenen, perlmutternen Öl der verarbeiteten Last füllen. Sie wählte das Gewicht. Die Stadt rauschte nun als gedämpftes Hintergrundrauschen an ihr ab. Sie konnte wählen, wann sie eine Hand ausstreckte. Doch in den stillsten Nächten nimmt sie das Collier ab. Sie legt es auf die Fensterbank und taucht eine Fingerspitze in den puren, ungefilterten Fluss der Millionenstadt. Für einen Moment. Dann nimmt sie das Gewicht wieder auf. Es ist ihr Amt. Es ist ihr Versuch. Und irgendwo da draußen, in der vibrierenden Dunkelheit, wartet eine Frage. Was geschieht, wenn ein Tongefäß zerbricht und sein Inhalt zurück in die Straßen fließt? […] Mehr lesen >>>


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