Schweigende
Eine Welt ist in Eis erstarrt. Nicht nur der Bach, der wie eine gläserne Schlange erstickt im Wald liegt, sondern das Leben eines Mannes, gefangen […] Mehr lesen
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Eine Welt ist in Eis erstarrt. Nicht nur der Bach, der wie eine gläserne Schlange erstickt im Wald liegt, sondern das Leben eines Mannes, gefangen […] Mehr lesen
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In jener unheilvollen Nacht, als das Licht der Kerzen zaghaft die düsteren Ecken des Raumes zu erhellen versuchte und die Schatten sich zu einem gespenstischen Tanz vereinten, wagte Clara kaum, die bange Frage zu stellen, die schwer in der Luft lag: "Was bleicht deine Wangen?", flüsterte sie, als fürchte sie die Antwort bereits im Voraus. "Und Ramiro?", hauchte sie, während eine eisige Hand der Furcht ihre Kehle umschloss und ihre Worte im Raum zu ersterben schienen. Doch auf der Stirn des Bräutigams zeichneten sich tiefe, rätselhafte Falten ab, als würden sie eine Geschichte von verhängnisvollen Geheimnissen und düsteren Vorahnungen erzählen. "Herrin, rühre nicht an die Pforten des Unbekannten – denn heute Mittag hat Ramiro sein irdisches Dasein verlassen", flüsterte sie schließlich mit zitternder Stimme, und ihre Augen spiegelten die Schrecken wider, die in den Tiefen des Ungewissen lauerten. Und in diesem Augenblick der Ungewissheit schien eine unheimliche Präsenz das Zimmer zu durchdringen, ihre kühlen Finger nach den Seelen der Anwesenden auszustrecken und das Gewebe der Realität zu durchdringen.
Und aus dem schwarzen Schlunde steigt die schwarze Schar; - feins Lieb erbleicht! Aus meinen Armen schwand feins Lieb; ich ganz alleine stehenblieb. Da tanzt im Kreise wunderbar, um mich mehr lesen >>>
Mein Herz ist recht von Diamant, Eine Blume von Edelsteinen, die funkeln lustig übers Land in tausend schönen Scheinen. Vom Schlosse in die weite Welt Schaut eine Jungfrau mehr lesen >>>
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Obgleich sich in Hinsicht auf den materiellen Fortschritt kaum ein Land mit Sachsen messen konnte, denn binnen 17 Jahren war die Ablösung der Grundlasten mehr lesen >>>
Noch hielt eine abergläubische Furcht die Menge zurück und hinderte sie, zu Gewaltthätigkeiten gegen seine Person überzugehen. Er kletterte mehr lesen >>>
mit der Najaden Spiegelbilder, die sie nicht mehr baden, wie ertrunken liegen, sehr verzerrt, die Alleen sind durch Balustraden in der mehr lesen >>>
Der Pfad begann im Nebel. Nicht aus einer Richtung, sondern aus einem Gefühl heraus. Draußen bewegte sich das Wetter, drinnen mehr lesen >>>
Willkommen an der Dresdner Weichbildgrenze, einem Ort, an dem die Zeit in den Fugen der Geschichte gefangen ist. mehr lesen >>>
Ein Flüstern zieht durch die uralten Wälder, ein Geräusch so alt wie die ersten Träume des Kosmos. mehr lesen >>>
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Eine Welt ist in Eis erstarrt. Nicht nur der Bach, der wie eine gläserne Schlange erstickt im Wald liegt, sondern das Leben eines Mannes, gefangen unter einer klaren, harten Schicht der Trauer. Jeden Morgen besucht er das Grabmal seiner Erinnerungen am Ufer, bis die Stille in seinen Ohren zu dröhnen beginnt und der Frost in seinen Knochen wohnt. Doch in dieser erstarrten Ordnung bricht etwas auf. Ein winziger Riss. Ein Klicken im Eis, das von keinem Wind verursacht wird und ein verkrüppeltes Muster in die perfekte weiße Fläche zeichnet. Es ist die erste Andeutung, dass diese gefrorene Welt nicht stillsteht, sondern nur wartet. Dann erscheint er. An einem unscheinbaren Mittwoch, wenn das Wasser wieder braun und wild rauscht, landet ein lebendiges Juwel auf einem Stein im Strudel. Er ist nicht von dieser Welt, oder zumindest nicht von diesem Wald. Sein Gefieder schillert in einem giftigen, unmöglichen Smaragdgrün, das in den Augen schmerzt, und sein Blick ist keine tierische Neugier, sondern eine unerbittliche Prüfung. Und sein Gesang. es ist kein Vogelgezwitscher. Es ist eine einzige, vibrierende Note von solch glasklarer, physischer Gewalt, dass sie die Luft zerschneidet, das Rauschen des Bachs übertönt und direkt den erstarrten Kern in der Brust des Mannes trifft, bis dieser erzittert. Was ist dieses Wesen? Ein Bote? Ein Spiegel? Oder eine Projektion eines zutiefst verwundeten Geistes, der einen Ausweg aus dem Labyrinth der Trauer sucht? Die Begegnungen werden zu rätselhaften Ritualen. Der Mann bringt Angebote aus der menschlichen Welt, doch der grüne Fremde weist sie mit verächtlichen Gesten zurück. Stattdessen lehrt er eine andere Sprache: die des Mooses, das an Kleidern haftet, der Pilze, die in perfekten Kreisen blutrote Geheimnisse aus ihrem weißen Fleisch preisgeben, und der stillen Kraft der Verwesung, die nicht Ende, sondern Übergang bedeutet. Der Vogel wird zum Führer in eine verstörende, lebendige Wahrheit, die jenseits des menschlichen Schmerzes liegt. Jede Lektion ist ein Stück geborstenes Eis, ein tieferer Blick in einen Kreislauf, der beängstigend und tröstlich zugleich ist. Doch so plötzlich wie er kam, bereitet sich der Vogel auf seinen Abschied vor. Sein letzter Ruf ist ein seidenes Seil aus Klang, das sich sanft um das Herz des Mannes legt und zieht - nicht in den Abgrund, sondern in eine ungewisse Weite. Hinterlässt er nur eine schillernde Feder als Beweis für sein surreales Dasein? Oder hat er etwas in Gang gesetzt, das nicht mehr aufzuhalten ist? Als der tiefste Winter mit beißender Stille zurückkehrt, spürt der Mann die Antwort nicht am Bach, sondern in seinem eigenen Haus, wo das Tropfen eines undichten Dachs den Takt für eine neue, innere Vibration vorgibt. Der Gesang ist nicht verstummt. Er hat nur die Ebene gewechselt. Und irgendwo da draußen, zwischen den kahlen Ästen, hält ein neuer, unmöglicher Blick Ausschau, bereit, die nächste Note in einer Melodie anzustimmen, die erst am Anfang ihres geheimnisvollen Themas steht. […] Mehr lesen >>>
Die Straße fraß ihn buchstäblich. Ein gewöhnlicher Februarabend in Hosterwitz, geprägt vom moderigen Geruch des Elbtals und dem leisen Summen der Straßenlaternen, […]
Ein Hauch von Lavendel und nassem Stein liegt über dem Elbtal an diesem Morgen. Doch etwas stimmt nicht mit diesem Frühling. Die Löwenzähne öffnen ihre Blüten […]
Diese Stadt war nicht nur Stein und Stahl. Sie war aus Gefühl. Ein unsichtbares, schweres Gewebe aus tausend alltäglichen Tragödien und stillen Verzweiflungen. Lina […]