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Destruktive Elemente im Frühling

Stolz die Bevölkerung und mannhaft; schlicht die Kleidung und fest das Auge, ernst die Bärte und wacker der Schritt. Die Ketten, mit denen dieser Mann die destruktiven Elemente Italiens gebunden hat, liegen am Boden – man fühlt sie, aber man sieht sie kaum. So hat neulich ein geknirscht habender Universitätsprofessor im Arrest die Frage vorgelegt bekommen: »Wie vereinbaren die deutschen Nationalisten ihre Lobeshymnen auf Mussolini mit seiner Politik in Südtirol?« Woraufhin der Professor dem Wahnsinn verfiel, in dem er heute noch weilt. Pyrenäen, das war so eine rostbraune Sache auf der sonst grünen und schwarzen Karte, darin ein paar Bergkleckse standen, rechts und links gefiel sich die Karte in Blau, das war das Meer. Und den ganzen Tag lang fahren seltsame kleine schmale Wagen in Reihen von sechs oder acht, mit Käse aus der Schweiz beladen und oft alle nur von einem Mann oder sogar nur einem Knaben beaufsichtigt – und der sitzt oft schlafend auf dem ersten –, klingelnd vorüber: schläfrig läuten die Pferde die Glocken an ihrem Geschirr und sehen geradeaus, als ob sie glaubten – und gewiß tun sie es –, ihre großen blauen wollenen Decken von ungeheurer Schwere und Dicke mit ein Paar wunderlichen Hörnern auf dem Kummet wären viel zu warm für das Hochsommerwetter. Das arme Luder von Staat muß sich doch ein Mal, ein einziges Mal fühlen! Der Ausländer ist eine schöne Gelegenheit. Und knochige Frauen wanken an öden Orten herum, eine weidende Kuh am Strange haltend oder grabend und hackend oder mit Feldarbeit gröberer Art beschäftigt, oder als echte Schäferinnen mit ihren Herden – und um einen gehörigen Begriff von dieser Beschäftigung und diesen Leuten zu erlangen, braucht man nur ein Hirtengedicht oder ein Hirtenbild herzunehmen und sich das zu denken, was dieser Darstellung am allerausgesuchtesten und entschiedensten unähnlich ist. […] Mehr lesen >>>


Der Kommandant sah ihn mit sehr gut

gespielter Verwunderung an. Gehen lassen? Ja, aber erst dann, wenn du bezahlt hast! Ich habe es doch gethan! Ja, mich hast du bezahlt, aber noch nicht diesen Agha der Arnauten! Alla illa Allah! rief der Gefangene zornig. Du hast doch nur fünftausend Piaster verlangt! Allah hat dir deinen Verstand verdunkelt. Warum fragtest du nicht, für wen diese fünftausend Piaster seien? Sie waren nur für mich. Der Agha hat seinen Teil noch zu erhalten. Wie viel? Ebenso viel wie ich! Herr, der Satan redet aus dir! Bezahle, so wird er schweigen! Ich bezahle nicht! So kehrest du in dein Loch zurück! Oh, Mohammed, oh, ihr Khalifen, ihr habt seinen Schwur gehört! Der Scheitan ist bereits in ihm; er wird ihn umbringen! Das Oel dieser Lampe geht zur Neige. Wirst du bezahlen oder nicht? Ich gebe ihm tausend! Fünftausend! Handle nicht, sonst steige ich höher! Ich habe sie nicht! Du hast sie. Ich welche Glaucia, wahrscheinlich in diesem Jahr, durchbrachte, teils durch das wohl schon 651 (103) auf Saturninus' Antrag niedergesetzte Spezialgericht ueber die waehrend der kimbrischen Bewegung in Gallien vorgekommenen Unterschlagungen und sonstigen Amtsvergehen. Man bewies im Senat mit schlagenden Zahlen, dass jenes die oeffentlichen Kassen bankrott machen muesse; Saturninus kuemmerte sich nicht darum. Auch hierin tritt der vorwiegend militaerische Charakter hervor, der hauptsaechlich diesen Revolutionsversuch von dem voraufgehenden unterscheidet. Allein die derben Soldaten des Marius, die massenweise zu dieser Abstimmung nach Rom gestroemt waren, sprengten, rasch zusammengerafft, wieder die staedtischen Haufen, und so gelang es, auf dem wiedereroberten Stimmfeld die Abstimmung ueber die Appuleischen Gesetze zu Ende zu fuehren. Zum Frommen des hauptstaedtischen Proletariats ferner ward der bisher bei den Getreideverteilungen fuer den roemischen Scheffel zu entrichtende Schleuderpreis von 6 1/3 As herabgesetzt auf eine blosse Rekognitionsgebuehr von 5/6 As. Er erwies sich als unentschlossen, zauderte, scheute immer wieder die eigene Verantwortung bei großen, selbständigen Aufgaben. Bei Karl Wilhelm Ferdinand war schon während des Siebenjährigen Krieges (1756-1763) besonders im Jahr 1758 erkennbar, daß er vor umfassenden Operationen zurück schrak. Seine Leiche wurde vorläufig in einer alten Scheune verborgen und in der nächsten Nacht nach der Heimat befördert und zwar nach Dresden. […] Mehr lesen >>>


Armes gebrochenes Herz

Wir versuchten ihn zu trösten, aber er sagte, es wäre nutzlos, denn er sei untröstlich; doch wenn wir ihn anerkennen wollten, so wäre dies für ihn eine kleine Entschädigung. Wir wollten ihm den Gefallen gern thun, wenn er uns nur sagte, wie. Er meinte, wir sollten uns verbeugen, wenn wir ihn anredeten und zwar mit den Worten Ihro Gnaden oder Hoheit oder auch Mylord und er hätte auch nichts dagegen, wenn wir ihn einfach Somerset nannten, denn das wäre eigentlich mehr ein Titel als ein Name; und einer von uns solle ihn bei Tische bedienen und ihm überhaupt kleine Handleistungen verrichten. Gewiß ist es, daß hoch, herrlich, heilig, heilsam ein jeder geistlicher Stand, beinebens aber auch keiner eines Unkrauts befreit: gleichwie kein Haus ohne Winkel, kein Weinfaß ohne Gläger, kein Garten ohne Brennessel, kein Baum ohne wurmstichige Frucht, kein Walzen ohne Wicken, keine Rosen ohne Dörner, kein Markt ohne Dieb, keine Karten ohne Sau, kein Licht ohne Butzen, kein Himmel ohne Wolken, kein Fisch-Teich ohne Kroten, kein Handwerk ohne Stümper, keine Scheuer ohne Stroh, et cetera keine Apotheke ohne Gift, also ist kein Stand ohne Bösen. So muß man auch allhier die Nasen nit rumpfen, daß ich nit bedacht bin desweltlichen Cleri oder Priesterthums, weilen unmöglich scheinet, all dessen Lob in wenige Zeilen einzuschränken, sondern man müßte von seiner Hochheit und Nutzen ganze Bücher verfassen, weilen dero erleuchte Männer fast überwachsen seynd der Zahl der Stern, so Gott dem Abraham in dem gewölbten Himmel gezeigt. Aller dieser heiligen Orden Ruhm und Würdigkeit auf das Papier zu tragen, fiel es meiner ungereimten Feder nit möglich. Jedermann, der in französischer Literatur ein wenig belesen ist, weiss, wie unmittelbar auf eine Epnoche, in welcher kindliche Güte, Wahrhaftigkeit, Unweltlichkeit, blauäugige Unschuld und Herzlichkeit in französischen Büchern regelmässig durch einen Deutschen vertreten wurden, eine andere gefolgt ist, in welcher die besten Schriftsteller, wie Cherbuliez, wie Dumas und viele andere ein Vergnügen daran gefunden haben, die kalte, kluge Grausamkeit, die Falschheit, die herzlose Brutalität, französisch mit deutscher Betonung sprechen zu lassen. […] Mehr lesen >>>


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